Auch beruflich: alles Gute.

Das Hartz-Konzept, auch „Gesetze für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“, im Volksmund gerne auch Hartz I bis Hartz IV genannt, wird kommenden Monat 18 Jahre alt, also volljährig.

Eine herzliche Gratulation von dieser Stelle.

Auch die „Grünen“ haben, besoffen vom Rausch der Regierungsverantwortung, unter Sozen-Schröder dem Gesetz zugestimmt und dabei planerische Weitsicht bewiesen.

Wurde doch neben „Fördern und Fordern“ auch gleich ein neues Berufsbild aus der Taufe gehoben, das es ohne die Hartz-Gesetze so nie gegeben hätte: Der Flaschenpfand-Sammler.

Es förderte die tägliche Bewegung und Gesundheit der Hatz lV-Empfänger und das Jobcenter streicht die im Müll gesammelten Pfanderträge anschließend vom auszuzahlenden Anspruch. Eine Win-Win-Situation, sozusagen.

Aber was wäre ein Geburtstag ohne Geschenk?

Das Sozialgericht hat gestern entschieden, dass eine 52-jährige, wohnungslose Dame aus Düsseldorf ihre Einnahmen aus dem Sammeln von Pfandflaschen behalten darf und das Jobcenter eine Auszahlung des Regelbedarfs nicht kürzen darf.

An die Finanzdienstleister und Advokaten der Cum-Ex-Liga:
Sie dürfen ihre Schnappatmung einstellen, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Es besteht also Hoffnung.

Übrigens: Bis 2030 wird die gesetzliche Rente dem Hartz lV-Niveau angepasst werden. Aber nur, nach 45 Jahren ohne Fehlzeiten. 

In diesem Sinn: Herzlichen Glückwunsch.

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