Fraktionieren

Als fraktionierte Destillation bezeichnet man ein gesellschaftliches Trennverfahren, um eine handelbare Gesellschaft zu gewinnen oder informierte Teile abzutrennen. Die Destillation hat gegenüber anderen Trennverfahren den Vorteil, dass in der Regel keine weiteren Spaltelemente wie Krankheiten, Angst vor Armut oder klerikale Feindbilder benötigt werden.

Bei der Destillation wird zunächst die Gemeinschaft emotional zum Sieden gebracht. Der entstehende soziale Druck, der sich sich durch die oben erwähnten Komponenten in der zu trennenden Gesellschaft einnistet, wird in den sozialen Medien weiter aufgeheizt, anschließend langsam abgekühlt und final als kleinere Gesellschaftsschicht, auch Blase genannt, wieder aufgefangen.

Männer helfen gerne

Charmant vorgetragene Hilfestellung vor dem heimischen Kleiderschrank darf gerne als eine liebevolle Art der Aufmerksamkeit wahrgenommen werden. Fragen Sie bei Zeichen der Unsicherheit bei Ihrer Partnerin dezent nach den Vorlieben. Oft sind die Damen schlicht zu unerfahren, um mit sicherem Griff das modische Chic hervorzuzaubern.

Win-Win

Ich darf zitieren: 

„Eine Win-win-Situation, gelegentlich auch als Doppelsieg-Strategie bekannt, hat das Ziel, dass alle Beteiligten und Betroffenen einen Nutzen erzielen. Jeder Verhandlungspartner respektiert auch sein Gegenüber und versucht, dessen Interessen ausreichend zu berücksichtigen. Es wird von gleichwertigen Partnern um einen für beide Seiten positiven Interessenausgleich gerungen. Die Auswirkungen auf Dritte sind dabei zu berücksichtigen.Diese Strategie ist eher auf langfristigen nachhaltigen Erfolg und auf langfristige Zusammenarbeit als auf kurzfristigen Gewinn ausgerichtet.“

In diesem Sinn … entspannte Woche mit viel Gewinn.

Der große Alexander


Mit großen Augen staunen wir über die Artisten und Zauberkünstler, über Tierbändiger und Clowns in den Manegen und unter den Dächern der Zirkuszelte.

Viele dieser bekannten und begabten Artisten begannen ihre Karriere in fernen Ländern, auffallend viele machten die ersten Schritte in Ländern der damaligen Sowjetunion.

So auch der neue Stern am Himmel der Zauberkunst.

Aljaksandr Grigorjewitsch Lukaschenko gilt als große Hoffnung im Zirkel der Magier.

Der Weißrusse aus Kopys beeindruckt durch seine offensichtliche Leichtigkeit, mit der er vorzugsweise Damen in der Zeit eines Wimpernschlages verschwinden läßt.

Staunend läßt er seine Zuschauerschaft zurück und ein Vergleich mit anderen Magiern verbietet sich von selbst. 

Selbst Siegfried und Roy wirken im Vergleich dann doch wie drittklassige Tickser aus Winsen an der Luhe.

Lukullische Erkenntnisse

„In Zeiten von Corona“ wird dem Anhänger kulinarischer Gaumenfreuden recht viel abverlangt.
Es wird wieder mehr daheim zubereitet und wir entdecken das kommunikativ-handwerkliche Tun neu.
Nutzen wir also den angeordneten Ausnahmezustand, forschen in alten Kochbüchern und entdecken längst vergangenes Wissen.

Bon appétit!

45 Millionen Auferstehungen

Räumen wir also nach diesen seltsam anmutenden Ostertagen – so ganz ohne Stau und Schwiegermutter – die letzte Osterdekoration weg.
Die possierlichen Porzellanküken, handbemaltes Federvieh und goldbesetzte Gips-Eier finden den Weg in ein Jahr Dunkelhaft im Kellerschank.

Und 45 Millionen geschreddert Küken später feiern wir wieder Auferstehung. Versprochen.
In diesem Sinn!

Triade

Die Triade. 

Hierbei handelt es nicht, wie so oft fälschlicherweise angenommen, um die abgespeckte Version des Triathlon oder gar um die weibliche Bauform der Triangel.

Die Triade ist die kleinste Form der Gruppe, also mit einer Gruppengröße von 3, in Worten: drei.

Kennzeichnend für eine Triade ist, dass sich deren Mitglieder über einen nicht näher definierten Zeitraum in mehr oder weniger engem Kontakt zueinander befinden. Die Gruppenmitglieder der Triade verfolgen dabei entweder gemeinsame Ziele, teilen Wertvorstellungen oder es entwickelt sich innerhalb der Gruppe eine klare Rollenverteilung.

Im Gegensatz zur Dyade, im Volksmund auch „Ehe“ genannt, wo Ziele, Wertvorstellung und Rollenverteilung klar dem feministischen Teil zugeordnet werden können.

Morbus Helveticus

1688 beschrieb der Elsässer Arzt Johannes Hofer eine Krankheit, die man fortan die „Schweizer Krankheit“ benannte.

Der Arzt nannte das Leiden «Nostalgia» oder «Heimwehe».

Für Johannes Hofer wurzelte die Morbus Helveticus im übermässigen Denken an die Heimat, ausgelöst durch einen Aufenthalt in fremder oder sich fremd entwickelnder Umgebung.

Ein Phänomen, das in viral geprägten Zeiten wieder an Aktualität gewinnt.

Hygienehype

Übertriebene Hygiene, eine nahezu sterile Umgebung, läßt das Immunsystem schwächeln, es ist quasi unterfordert und kann sich nicht ausreichend entwickeln.

Dreck und Schmutz finden sich in unserer hochentwickelten Gesellschaft bestenfalls noch auf dem Land. Im Haushalt wurde sämtlichen Erregern der Krieg erklärt, mit immer aggressiveren Mitteln werden alle Keime im Haus abgetötet.

Gerade in Corona-Zeiten ist zu viel Hygiene ungesund. Damit sich das Immunsystem entwickeln kann, muss es ständig stimuliert werden.

Empfehlenswert ist deshalb der regelmäßige Kontakt zu möglichen Infektionsquellen, zum Beispiel Karnevalssitzungen oder eine Städtetour in die Lombardei.

Obdachlos aber warm


Mit der raumgreifenden Marktwirtschaft ist es aus unterschiedlichen Gründen wieder salonfähig geworden, offene Feuerstellen zu betreiben. Viele versprechen sich Behaglichkeit oder vorweihnachtlichen Gefühlen und für manche ist das Feuern mit Holz auch eine bezahlbare Alternative für eine Beheizung der temporären, nicht festen Unterkunft. Vor allem in den Abendstunden im Frühjahr und Herbst, wenn die Warmluftschächte vor den Konsumtempeln nicht in Betrieb sind, leistet ein offenes Feuer doch mitunter ein erfreuliches Maß an Lebensqualität. 

In Deutschland gibt es nach Angaben des Bundesverband der Obdachlosen etwa 48.000 sogenannter temporäre Einzelfeuerstellen.

Um der steigenden Luftverschmutzung durch unsachgemäß betriebene Feuer durch Obdachlose entgegenzuwirken, hat die Bundesregierung Maßnahmen ergriffen und in der Überarbeitung der 1. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz festgeschrieben.

  1. Für eine Verbrennung zulässig ist nur naturbelassenes Holz (Scheitholz, Holzspäne, -pellets oder -briketts), welches genügend lange abgelagert ist. Genauere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber „Obdachlos? Heizen mir Holz!“
  2. In einem festgelegten Stufenplan sind innerstädtische Übernachtungsplätze regelmäßig zu tauschen.
  3. Offene Feuer dürfen nur gelegentlich betrieben werden.
  4. Betreiber von offenen Feuern müssen sich an diese Vorgaben halten. Der Bezirksschornsteinfeger überprüft deren Einhaltung spontan und ohne Voranmeldung.

Das Feuern mit Holz verursacht, auch wenn es sachgerecht vorgenommen wird, deutlich größere luftverschmutzende Emissionen. Es ist daher nicht auszuschließen, dass es in einigen Einkaufsmeilen zu kurzzeitigen Belastungen mit Feinstaub oder polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen kommen kann – insbesondere dann, wenn in der konsumstarken Vorweihnachtszeit viele Wärmefeuer gleichzeitig betrieben werden müssen, um den Glanz der einkommensstarken Bevölkerungsgruppen durch die Gegenwart der finanziell Abgehängten künstlich aufzupolieren.