55 Grad


Zeiten, in denen es keine Zukunftsträume gibt, sind meistens Zeiten der Hysterie- weil das eigene Dasein vermutlich unter unerträglicher Langeweile kaum auszuhalten wäre.

In der Psychiatrie betrachtet man die Hysterie heutzutage nicht mehr als Krankheit, sondern benennt sie als Verhaltensstörung.

Hysterie ist nichts, was ein Patient hat, sondern etwas, was er tut: nämlich dramatisch überreagieren.

Anders verhält es sich da mit einer Virusinfektion, beispielsweise mit dem Corona-Virus. In der Tat eine Krankheit, aber kein Grund zur Hysterie.

Es braucht nur eine kurze Erhitzung von über 55 Grad Celsius und schon sind Viren inaktiv.

Allzeit im Blick

Aus 30.000 Punkten erstellt ein Mobiltelefon die Gesichts-Identifikation.

Während Sie also in die Kamera schauen, wird Ihr Gesicht eingefangen und per „mathematischer Stellvertretung“ wie ein Fingerabdruck ausgelesen und zeitgleich den Entwickler und Betreibern von Apps zur Verfügung gestellt.

So wird man Ihre Aufmerksamkeit auslesen, Ihre Interessen kennen und Ihnen personenbezogene, nach Ihren Vorlieben sortierte Werbebotschaften einspielen.

Die ständig verfügbare Gesichtserkennung eröffnet grenzenlose Möglichkeiten.

Ein weiterer Vorteil der biometrischen Merkmale: sie sind nicht veränderbar und könnten dennoch kopiert werden. So  lassen sich gottlob bereits 42 von 110 getesteten Smartphones mit einem einfachen Foto via Gesichtserkennung entsperren.

Nicht ohne die Frauen

1955 läuft der millionste VW-Käfer vom Band.

Die „Fünfziger Jahre“ gehen in die Geschichte der Bundesrepublik als das Jahrzehnt des Wirtschaftswunders ein, das erst durch die Bergbaukrise Anfang der 1960er Jahre beendet wird.
Eine Bergbaukrise haben wir nicht, schließlich gibt es den für die Krise notwendigen Bergbau gar nicht mehr.

Vom neuen Wirtschaftswunder allerdings verkündet ihre Heiligkeit, Frau Dr. Angela Merkel im November des vergangenen Jahres nach der Frage zu den Plänen bezüglich der Elektromobilität: „Wir werden in drei Bereichen ganz besonders diskutieren. […] Hierfür wollen wir eine Million Ladepunkte bis zum Jahr 2030 schaffen und hieran wird sich auch die Industrie beteiligen.“ (Zum Nachhören hier der Podcast)

Nun. Wir schreiben bereits Jahr 2020 und wir gehen im günstigsten Fall von 255 Arbeitstagen pro Jahr aus, will sagen 2550 Arbeitstagen.

Rechnen Sie mit … 1000000 : 2550 = 392 Ladestationen. Pro Tag.

Von den Vereinten Nationen wissen wir nun: Kein Wachstum ohne Frauen!
Denn laut UNO kommen beispielsweise die Entwicklungsländer nur über eine stärkere Beteiligung von Frauen zur Prosperität.

Kein Land kann auf die Arbeitskraft und Kreativität der Hälfte der Bevölkerung verzichten. Erst recht nicht, wenn es wachsen will und nach hehren Zielen strebt.

Horst verbietet

The Minister for the Inside, unser aller Horst, hat die Gruppe „Combat 18“ verboten.

Die Polizei durchforstete im Vorfeld mehrere Gebäude in der Republik.

Die Gruppierung ist europaweit aktiv und konnte sehr lange aus dem Verborgenen heraus agieren, geschützt durch viele Gesetzeslücken.

Laut Aussage des Seehofer-Ministeriums liefen die „Tätigkeiten und der Zweck dem Strafgesetz zuwider.“

Über 200 Polizisten durchsuchten Wohnungen und Geschäftsräume, es wurden dabei Rechner, Tonträger und andere Speichermedien konfisziert.

Viele Grünen-Politiker und auch die Spitze der Linkspartei nannte das Verbot einen „längst überfälligen Schritt und es bliebe ein Rätsel, warum er nicht bereits vor vielen Jahren erfolgt sei.“

Über Jahre hinweg sei die deutsche Steuerkasse mit Cum-Ex-Geschäften und vergleichbaren Steuertricks geplündert worden.

Ein Insider des Bankhauses „Merrill Lynch“ berichtet laut Mitteilung des ARD-Magazin Panorama, von verbotenen Preisabsprachen, Geschäften mit milliardenschweren Aktienpaketen und einer bisher nicht gekannten Größenordnung bei organisiertem Steuerbetrug.

Magensonde statt Füttern

Ein runder Geburtstag möchte in diesen Tagen gefeiert werden.

Vor zehn Jahren haben fast 700 Ärzte und Ärztinnen des Helios-Konzerns in einem Brief den Erfolg von privat geführter Daseinsvorsorge ausgiebig gewürdigt.

Der „Kampf um die Einhaltung betriebswirtschaftlicher Vorgaben und Benchmark-Erfüllung“ sei an die Stelle von medizinisch motivierter Entscheidungen getreten. Ein Umgang, der gerne als „Abmahnungskultur“ beschrieben wird, verbunden mit einem zunehmend herrischen Ton gegenüber dem gesamten medizinischen Personal, zeugt von einer gelungenen Privatisierung und einem marktkonformen Auftreten.

Angebotstheoretiker befürworten diese Maßnahmen im öffentlichen Bereich, weil eine zunehmende Liberalisierung das Potential besitzt, für entscheidende Wachstumsimpulse zu sorgen.

Neben der Förderung von Wettbewerb und Wachstum sind der öffentlichen Hand gewiß die daraus resultierenden Verkaufs- und Steuereinnahmen willkommen.

Seit dem Erkennen des großen Potentials konnten in den letzten 25 Jahren in der Krankenpflege rund 50.000 Vollzeitstellen sozialisiert oder dem Arbeitsmarkt zur Verfügung gestellt werden. Dazu versorgt eine Pflegekraft heute etwa 25% mehr Fälle als noch vor gut 20 Jahren. Der Verzicht auf examiniertes Personal unterstreicht diese einzigartige Erfolgsgeschichte.

Die jeden Monat geleisteten Überstunden entsprechen dabei 15.000 Vollzeitstellen. Ein einzigartiges Verhältnis in Europa.

Weiter Kostensenkung werden durch ausbildungsfernes Personal erreicht. Zeitverträge und das Berufsbild des neu erschaffenen „Gesundheitsassistenten“, der um vieles günstiger im Schichtdienst arbeitet und sich aus „Langzeitarbeitslosen nach Kurzlehrgang“ rekrutiert, garantieren eine Rendite von gut und gerne 15%.

Diese herausragende Rendite begründet sich vor allem in den niedrigen Kosten.
Pro Patientenfall fallen hierzulande durchschnittlich 3.908 Euro an. Das Mittel aller Industrieländer liegt bei 6.942 Euro.
Deutschland nimmt verdient einen Spitzenplatz ein und das bei Gehältern, die im Pflegebereich im Vergleich mit anderen Ländern im unteren Drittel liegen.

Mit einem herzlichen „Magensonde statt Füttern“ wünschen wir einen sonnigen zehnten Jahrestag.

Gewaltbereit

Frauen aus feministisch geprägten Familienstrukturen sind einer Studie folgend deutlich gewaltbereiter als Damen aus überwiegend väterlich geprägten Haushalten. Der Feminismus, so wie er in Deutschland gelebt würde, fördere eine brutale Verteidigung der erreichten und angestrebten gesellschaftlichen Veränderungen.

Eine besorgniserregenden Entwicklung unter jungen Frauen darf ohne Zweifel festgestellt werden: Demnach wächst die Gewalttätigkeit mit zunehmender Bildung. Zudem nehme mit der Bildung auch die Akzeptanz von Gewalt und die Nutzung gewaltverherrlichenden Medien zu.

Der falsch verstandene Feminismus fördere eine Akzeptanz der Gewalt gegen Männer.
Während junge Frauen mit steigendem Partnerwechsel weniger gewaltbereite sind, ist bei älteren, von Enttäuschungen geprägten Frauen, das Gegenteil der Fall.

Das NRW-Familienministerium hatte bereits zwei Studien unter der Überschrift „Jugendliche Feministinnen – feministische Jugend“ in Auftrag gegeben.
Die Studie „Gewalttätigkeit und geschlechterspezifische Einstellungsmuster“ aus dem Jahr 2003 und „Gewaltphänomene bei weiblichen Jugendlichen mit feministisch-geprägtem Hintergrund und Präventionsstrategien“ aus dem Jahr 2006 zeigen eindeutig: Es gibt eine gewaltverherrlichende Kultur bei einigen jungen Frauen, die ihre Wurzeln im ausgeprägten Feminismus hat.

Grün. Wenn es passt.

Karlsruhe – Stadt des Rechts.

So genannt, weil Bundesgerichtshof, Generalbundesanwalt und Bundesverfassungsgericht dort ihre Heimat fanden.

Es gibt wohl kaum einen besseren Ort, aus einer Schar Pazifisten ein Bündnis zu formen, das – kaum in Regierungsverantwortung – den ersten Kriegseinsatz nach dem zweiten Weltkrieg zu verantworten hat.

Heute, 40 Jahre nach der Gründung in Karlsruhe, Sneaker-tragend, ausgeleierte Jeans, Facebook- und twitteraffin,  pinkelt man kollektiv auf die Gräber von Kelly und Bastian.

Aber der Blick auf den Zustand des einstigen Koalitionspartners aus 1992 macht Hoffnung.

Herzlichen Glückwunsch.

Auch beruflich: alles Gute.

Das Hartz-Konzept, auch „Gesetze für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“, im Volksmund gerne auch Hartz I bis Hartz IV genannt, wird kommenden Monat 18 Jahre alt, also volljährig.

Eine herzliche Gratulation von dieser Stelle.

Auch die „Grünen“ haben, besoffen vom Rausch der Regierungsverantwortung, unter Sozen-Schröder dem Gesetz zugestimmt und dabei planerische Weitsicht bewiesen.

Wurde doch neben „Fördern und Fordern“ auch gleich ein neues Berufsbild aus der Taufe gehoben, das es ohne die Hartz-Gesetze so nie gegeben hätte: Der Flaschenpfand-Sammler.

Es förderte die tägliche Bewegung und Gesundheit der Hatz lV-Empfänger und das Jobcenter streicht die im Müll gesammelten Pfanderträge anschließend vom auszuzahlenden Anspruch. Eine Win-Win-Situation, sozusagen.

Aber was wäre ein Geburtstag ohne Geschenk?

Das Sozialgericht hat gestern entschieden, dass eine 52-jährige, wohnungslose Dame aus Düsseldorf ihre Einnahmen aus dem Sammeln von Pfandflaschen behalten darf und das Jobcenter eine Auszahlung des Regelbedarfs nicht kürzen darf.

An die Finanzdienstleister und Advokaten der Cum-Ex-Liga:
Sie dürfen ihre Schnappatmung einstellen, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Es besteht also Hoffnung.

Übrigens: Bis 2030 wird die gesetzliche Rente dem Hartz lV-Niveau angepasst werden. Aber nur, nach 45 Jahren ohne Fehlzeiten. 

In diesem Sinn: Herzlichen Glückwunsch.

Brennen, aber klimaneutral

Holz verbrennt klimaneutral.

Das während der Wachstumsphase aus der Luft entnommene Kohlendioxid steht im ausgewogenen Verhältnis mit dem beim Verbrennen entstehenden CO2.
Es spielt also keine Rolle, ob Holz als Wald verbrannt wird oder im Wald selbst mit der Zeit durch die Witterung vor sich hinmodert.

Das bei der Verbrennung freigesetzte Kohlendioxid wird von anderen Bäumen im Forst wieder aufgenommen und in Sauerstoff umgewandelt. Dieser Kreislauf beginnt immer wieder von neuem.

Beim Verbrennen von Holz wird also kein zusätzliches Kohlendioxid freigesetzt.

Beim Verbrennen vergast das Holz üblicherweise über seine Oberflächen.
Wenn also große Stücke – beispielsweise ganze Bäume – verbrannt werden sollen, muss dem Feuer im Verhältnis mehr Sauerstoff zugeführt werden.

Wie in Australien erfolgreich erprobt, bietet sich daher eine Verbrennung auf freier Fläche an, weil so eine höhere Brenntemperatur erreicht wird.

Blinzeln sie nicht!

Unsere Mimik ist schneller als der Verstand. Blinzeln Sie exakt in dem Moment, wenn Ihr Gegenüber sein Geschenk erblickt, könnten Sie Entscheidendes verpassen.

Denn den Moment, in dem wir uns echt freuen, lachen unsere Augen mit.

Der äußere Augenringmuskel zieht sich zusammen, es bilden sich kleine Lachfältchen.

Allein das Geräusch lachender Menschen veranlasst das Gehirn, die Gesichtsmuskeln wie von selbst auf ein Mitlachen vorzubereiten.
Egal ob man ein Foto von einem Raketenangriff sieht oder ob man jemanden lauthals lachen hört – sofort ist man geneigt mitzulachen.
Selbst wenn der Grund für das Lachen völlig im Dunkeln liegt, lässt sich ein Lächeln oder Grinsen kaum unterdrücken.

Lachen kann so herrlich ansteckend sein!

Lachen macht nicht nur glücklich und gesund, es lässt einen auch sympathischer auf seine Mitmenschen wirken.