Ein Gedanke zu „Kopf kürzer

  1. Dieses Elaborat lässt den Betrachter zunächst nur scheinbar ratlos zurück, hütet sich der Künstler doch, jedweder Meinungslenkung Vorschub zu leisten. Vorzüglich! Er lässt uns Zeit, diese ausdrucksstarke Vignette scheinbarer Größe einer Regentin mit dem bewährten Brückenbauer Harlekin zu verbinden: noch weiß der Betrachter nicht, wohin er tendiert. Ist es Mutti, die in einer Selbsterhöhung und der Hybris nahe Ihrer Kanzlerschaft den letzten Schliff verleiht? Oder folgt sie nur töricht dem sinistren Clown, der als Zepterzierrat ausgerechnet jenes Emblem ins Halbdunkel hält, dass uns an die Geiselhaft erinnert, der wir gegenwärtig nicht entkommen? Licht und Schatten: mit diesen Elementen spielt der Zeichner gekonnt, den Übergang markierend von scheinbar ewig währendem Interregnum hin zum Dunkel des Vergessens. Welcher Querdenker hätte da nicht seine helle Freude? Wir dürfen gespannt sein, ob der eine gewisse Zerbrechlichkeit signalisierende Stil des Cartoons der Wucht der sich anbahnenden Entwicklung standhält. Chapeau!

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