Fraktionieren

Als fraktionierte Destillation bezeichnet man ein gesellschaftliches Trennverfahren, um eine handelbare Gesellschaft zu gewinnen oder informierte Teile abzutrennen. Die Destillation hat gegenüber anderen Trennverfahren den Vorteil, dass in der Regel keine weiteren Spaltelemente wie Krankheiten, Angst vor Armut oder klerikale Feindbilder benötigt werden.

Bei der Destillation wird zunächst die Gemeinschaft emotional zum Sieden gebracht. Der entstehende soziale Druck, der sich sich durch die oben erwähnten Komponenten in der zu trennenden Gesellschaft einnistet, wird in den sozialen Medien weiter aufgeheizt, anschließend langsam abgekühlt und final als kleinere Gesellschaftsschicht, auch Blase genannt, wieder aufgefangen.

Auch beruflich: alles Gute.

Das Hartz-Konzept, auch „Gesetze für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“, im Volksmund gerne auch Hartz I bis Hartz IV genannt, wird kommenden Monat 18 Jahre alt, also volljährig.

Eine herzliche Gratulation von dieser Stelle.

Auch die „Grünen“ haben, besoffen vom Rausch der Regierungsverantwortung, unter Sozen-Schröder dem Gesetz zugestimmt und dabei planerische Weitsicht bewiesen.

Wurde doch neben „Fördern und Fordern“ auch gleich ein neues Berufsbild aus der Taufe gehoben, das es ohne die Hartz-Gesetze so nie gegeben hätte: Der Flaschenpfand-Sammler.

Es förderte die tägliche Bewegung und Gesundheit der Hatz lV-Empfänger und das Jobcenter streicht die im Müll gesammelten Pfanderträge anschließend vom auszuzahlenden Anspruch. Eine Win-Win-Situation, sozusagen.

Aber was wäre ein Geburtstag ohne Geschenk?

Das Sozialgericht hat gestern entschieden, dass eine 52-jährige, wohnungslose Dame aus Düsseldorf ihre Einnahmen aus dem Sammeln von Pfandflaschen behalten darf und das Jobcenter eine Auszahlung des Regelbedarfs nicht kürzen darf.

An die Finanzdienstleister und Advokaten der Cum-Ex-Liga:
Sie dürfen ihre Schnappatmung einstellen, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Es besteht also Hoffnung.

Übrigens: Bis 2030 wird die gesetzliche Rente dem Hartz lV-Niveau angepasst werden. Aber nur, nach 45 Jahren ohne Fehlzeiten. 

In diesem Sinn: Herzlichen Glückwunsch.